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(Frei übersetzt aus dem Englischen von Lutz Schneider, Autor des Originals: Martin Scot Kosins, Author of „Maya`s First Rose“)

 



LIVING LOVE ...


Wenn Du jemals ein Tier liebst, dann gibt es drei Tage in Deinem Leben, an die Du Dich immer erinnern wirst...



Der erste ist ein Tag, gesegnet mit Glück, wenn Du Deinen jungen neuen Freund nach Hause bringst. Vielleicht hast Du einige Wochen damit verbracht, Dich für eine Rasse zu entscheiden. Du hast möglicherweise unzählige Meinungen eingeholt oder lange gesucht um einen Züchter zu finden. Oder, vielleicht hast Du Dich auch einfach in einem flüchtigen Moment für den dümmlich aussehenden Trottel im Schuppen entschieden – weil irgendetwas in seinen Augen Dein Herz berührt hat. Aber wenn Du Dein erwähltes Haustier nach Hause gebracht hast und Du siehst es erforschen und seinen speziellen Platz in Deinem Flur oder Vorraum für sich in Anspruch nehmen – und wenn Du das erste Mal fühlst, wie es Dir um die Beine streift – dann durchdringt Dich ein Gefühl purer Liebe, das Du durch die vielen Jahre die da kommen werden mit Dir tragen wirst.



Der zweite Tag wird sich acht oder neun Jahre später ereignen. Es wird ein Tag wie jeder andere sein. Alltäglich und nicht außergewöhnlich. Aber, für einen überraschenden Moment, wirst Du auf Deinen langjährigen Freund schauen – und Alter sehen, wo Du einst Aktivität sahst. So wirst Du anfangen, die Ernährung Deines Freundes umzustellen – und womöglich wirst Du ein oder zwei Pillen zu seinem Futter geben. Und Du wirst tief in Dir eine wachsende Angst spüren, die Dich die kommende Leere erahnen lässt. Und Du wirst dieses unbehagliche Gefühl kommen und gehen spüren, bis schließlich der dritte Tag kommt.



Und an diesem Tag – wenn Dein Freund und Gott sich gegen Dich entschieden haben, dann wirst Du Dich einer Entscheidung gegenüber sehen, die Du ganz allein treffen musst – zugunsten Deines lebenslangen Freundes, und mit Unterstützung Deiner eigenen tiefsten Seele. Aber auf welchem Wege auch immer Dein Freund Dich vielleicht verlassen wird – Du wirst Dich einsam fühlen, wie ein einzelner Stern in dunkler Nacht. Wenn Du weise bist, wirst Du die Tränen so frei und so oft fließen lassen, wie sie müssen.

Und wenn es Dir typisch ergeht wirst Du erkennen, dass nicht viele im Kreis Deiner Familie oder Freunde in der Lage sind, Deinen Kummer zu verstehen oder Dich zu trösten. Aber wenn Du ehrlich zu der Liebe zu Deinem Haustier stehst, für das Du die vielen vor Freude erfüllten Jahre gesorgt hast, wirst Du vielleicht bemerken, dass eine Seele – nur ein wenig kleiner als Deine eigene – anscheinend mit Dir geht, durch die einsamen Tage die kommen werden. Und in diesen Momenten, in denen Du darauf wartest, dass Dir all unser Gewöhnliches passiert, wirst Du vielleicht etwas an Deinen Beinen entlang streichen spüren – nur ganz ganz leicht. Und wenn Du auf den Platz runter schaust, an dem Dein lieber – vielleicht bester Freund – gewöhnlich lag, wirst Du Dich an die bedeutsamen drei Tage erinnern. Die Erinnerung wird voraussichtlich schmerzhaft sein und einen Schmerz in Deinem Herzen hinterlassen. Während die Zeit vergeht, kommt und geht dieser Schmerz als hätte er sein eigenes Leben. Du wirst ihn entweder zurückweisen oder annehmen, und er kann Dich sehr verwirren. Wenn Du ihn zurückweist, wird er Dich deprimieren. Wenn Du ihn annimmst, wird er Dich vertiefen. Auf die eine oder andere Art, es wird stets ein Schmerz bleiben.



Aber da wird es, das versichere ich Dir, einen vierten Tag geben – entlang mit der Erinnerung Deines Haustieres – und durch die Schwere in Deinem Herzen schneiden, da wird eine Erkenntnis kommen die nur Dir gehört. Sie wird einzigartig und stark sein, wie unsere Partnerschaft zu jedem Tier, das wir geliebt – und verloren haben. Diese Erkenntnis nimmt die Form lebendiger Liebe an – wie der himmlische Geruch einer Rose, der übrigbleibt, nachdem die Blätter verwelkt sind, diese Liebe wird bleiben und wachsen – und da sein für unsere Erinnerung. Es ist eine Liebe, die wir uns verdient haben. Es ist ein Erbe, das unsere Haustiere uns vermachen, wenn sie gehen. Und es ist ein Geschenk, das wir mit uns tragen werden solange wir leben. Es ist eine Liebe, die nur uns allein gehört. Und bis unsere Zeit selbst zu gehen gekommen ist, um uns vielleicht unseren geliebten Tieren wieder anzuschließen – ist es eine Liebe, die wir immer besitzen werden.
                           


Eine kleine Geschichte (Nach Dan Clark, 'Weathering the Storm'.)



Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen:

                                 HUNDEBABYS ZU VERKAUFEN

Ein kleiner Junge kam vorbei und sah das Schild. Da der Ladenbesitzer gerade an der Tür stand, fragte er ihn: 'Was kosten die Hundebabys' 'Zwischen 50.- und 80.- Dollar' sagte der Mann.

Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus. 'Ich habe 2,37 Dollar' sagte er. 'Darf ich sie mir bitte anschauen ?'

Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys stolperten hinter ihr her. Eines von ihnen war deutlich langsamer als die anderen und humpelte auffällig. 'Was hat denn der Kleine da hinten?' fragte der Junge. Der Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe einen Geburtsfehler hat und nie richtig laufen würde.

'Den möchte ich kaufen' sagte der Junge. 'Also den würde ich nicht nehmen, der wird nie ganz gesund' antwortete der Mann. 'Aber wenn du ihn unbedingt willst, schenke ich ihn dir.'
Da wurde der kleine Junge wütend. Er blickte dem Mann direkt in die Augen und sagte: 'Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist jeden Cent wert, genau so wie die anderen auch. Ich gebe ihnen meine 2,37 Dollar und werde ihnen jede Woche 1 Dollar bringen, bis er abbezahlt ist'

Der Mann entgegnete nur: 'Ich würde ihn wirklich nicht kaufen - er wird niemals in der Lage sein, mit dir zu toben wie die anderen.'

Da hob der Junge sein Hosenbein und sichtbar wurde eine Metallschiene, die sein verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll auf den Hund blickend sagte er: 'Ach, ich renne selbst auch nicht gut und dieser kleine Hund wird jemanden brauchen, der ihn versteht!'

Der Mann biss sich auf die Unterlippe und seine Augen wurden feucht, er lächelte und sagte:
'Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird !'



Im Leben kommt es nicht darauf an, wer du bist, sondern dass jemand dich dafür schätzt, wie du bist, dich akzeptiert und liebt. 

                                                                                                

 

 

1999 J. Ellis 

 bewilligte Übersetzung von

E. Wittwer 

Dieser Text kann und soll weiter verbreitet werden,  damit sich all die Leute Gedanken machen, die einfach nur schnell und billig einen Welpen wollen...

 

"Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, an dem ich geboren bin.

Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns.

Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie ist oft

 krank und sehr dünn. Sie hatte nur sehr wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.

 Als sie mich von meiner Mama wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst

und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und

ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.

Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten,

dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner

Schwester und mir ihnen auf die Nerven ginge.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.

 Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,

ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese

seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind

in einem PETSHOP, einem Laden, wo es viele Tiere gibt.

Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hörten auch das

Wimmern von anderen Welpen. Meine Schwester und ich drückten uns

eng zusammen in dem kleinen Käfig.

Manchmal kommen Menschen um uns anzuschauen, oft ganz kleine

Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.

Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns

jemand und hebt uns hoch, um uns zu begutachten. Einige sind freundlich

und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sie

sagen "Oh, sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder

fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf

an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen

Körperchen gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nahmen,

sagen sie, sie sei krank gewesen, und ich sollte verbilligt abgegeben

werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtete mein leises

Weinen, als meine kleine Schwester weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !

Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei

und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater

und ihre Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen. Ich

heiße jetzt LEA. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist

wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,

passen gut auf mich auf, geben mir sehr gutes Futter und viel, viel Liebe.

Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts

ist schöner, als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt.

Es war ein seltsamer Ort. Mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen.

Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte,

es wäre o.k. und dann entspannte ich mich.

Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,

sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln

und von Dysplansie E und vom Herz. Er sprach von wilden Züchtern

und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien.

Ich habe nichts von alldem begriffen, aber es war furchtbar,

meine Familie so traurig zu sehen.

Jetzt bin ich 6 Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und

stark, aber mir tut bei jeder Bewegung alles schrecklich weh. Die Schmerzen

gehen nie weg. Außerdem bekomme ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein

wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein

kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter

sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es

»genetisch« und »nichts zu machen«. Ich möchte draußen in der warmen

Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen.

Es geht nicht.

Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal aufstehen, um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los?

 War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen

 mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !

 

Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchens ablecken,

 aber wenigstens erreiche ich seine Hand.

 

Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in

mein Fell, ich fühle wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es,

ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr

freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.

Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich......

Gott sei Dank, der Schmerz geht zurück.

 

Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit.

Ein Traum, ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern

auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu,

dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Frieden und Glück.

So sage ich meiner Menschenfamilie Auf Wiedersehen auf die einzige mir

mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinem Schnuffeln.

 

Viele Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen.

Stattdessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.

 

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware."

LEA

 

 

 

 

 

 

Beobachten ohne zu bewerten



„Ich habe noch nie einen faulen Mann gesehen.
Ich habe schon mal einen Mann gesehen,
der niemals rannte, während ich ihm zusah,
und ich habe schon mal einen Mann gesehen,
der zwischen Mittag- und Abendessen schlief,
und der vielleicht mal zu Hause blieb an einem Regentag,
aber er war kein fauler Mann.
Bevor Du sagst, ich wär´ verrückt,
denk´ mal nach, war er ein fauler Mann, oder hat er nur
Dinge getan, die wir als „faul“ abstempeln?

Ich habe noch nie ein dummes Kind gesehen.
Ich habe schon mal ein Kind gesehen, das hin und wieder
etwas gemacht hat, was ich nicht verstand,
oder etwas anders gemacht hat, als ich geplant hatte;
ich habe schon mal ein Kind gesehen,
das nicht dieselben Orte kannte wie ich,
aber das war kein dummes Kind.
Bevor Du sagst, es wäre dumm,
denk´ mal nach, war es ein dummes Kind, oder hat es einfach
nur andere Sachen gekannt als du?

Ich habe mich so intensiv wie nur möglich umgesehen,
habe aber nirgendwo einen Koch entdecken können.
Ich habe jemanden gesehen, der Zutaten kombiniert hat,
die wir dann gegessen haben.
Jemanden, der den Herd angemacht und aufgepasst hat,
dass das Fleisch auf dem Feuer gar wird.
Das alles habe ich gesehen, aber keinen Koch.
Sag´ mir, wenn du hinschaust,
ist das ein Koch, den du siehst, oder siehst du jemanden Dinge tun,
die wir kochen nennen?

Was die einen faul nennen,
nennen die anderen müde oder gelassen,
was die einen dumm nennen,
ist für die anderen einfach ein anderes Wissen.


Ich bin also zu dem Schluss gekommen,
dass es uns allen viel Wirrwarr erspart,
wenn wir das, was wir sehen,
nicht mit unserer Meinung darüber vermischen.
Damit es dir nicht passiert, möchte ich noch sagen:
Ich weiß, was ich hier sage, ist nur meine Meinung.“

-Ruth Bebermeyer, Komponistin und Dichterin-

(aus "Gewaltfreie Kommunikation" von Marshall B. Rosenberg)